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Buchenholz wird gedämpft und gebogen für ©Thonet
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Stahlrohr wird gebogen für ©Thonet
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Outdoormöbel wie der Stuhl S40 von ©Thonet
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Stuhlherstellung bei ©Gärsnäs
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Stuhl S217 von ©Gärsnäs, Foto Lennart Durehed
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Aus Papierkordel wird die Sitzfläche gefertigt ©Carl Hansen
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Y Chair von ©Carl Hansen
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Der Wiener Designer Stefan Knopp bei der Arbeit für ©Janua
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Massive Möbel mit persönlichem Einsatz produziert für ©Janua
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Taschenfederkern wird manuell gefertigt für ©Schramm Werkstaetten
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Boxspringbett von ©Schramm Werkstaetten
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Superleggera Gio Ponti workmanship ©CASSINA
Hersteller & Personen

Vieler Hände Arbeit

Es geht ums Besondere, Individuelle. Wer heute ein Möbelstück erwirbt, setzt auf Charakter, auf kunstfertig hergestellte Qualitätsarbeit. Gesucht ist Werthaltiges, das sich abhebt von industriell produzierter Massenware. Man soll spüren, dass wahre Könner ihres Fachs daran mit Leidenschaft gearbeitet haben.
Veröffentlichung
08. April 2018

Schon das Design der 50er- und 60er-Jahre war stark handwerklich geprägt. Gestalter wie Arne Jacobsen, Hans J. Wegner oder Alvar Aalto kommen aus der Tradition des Handwerks. Dahin scheint der Weg heute wieder zurückzuführen. Premiumhersteller wie Walter Knoll, Fritz Hansen, Thonet, Carl Hansen, Vitra oder e15 betonen verstärkt ihren Manufakturcharakter. Ihre Kunden verlangen nach perfekt verarbeitetem Werthaltigen mit Charakter. Ob es um Hans J. Wegners Y Chair mit seiner von Hand bespannten Sitzfläche geht, um die nach klassischer Methode gebogenen Stühle von Thonet oder die Stahlrohrverformung neuer Walter-Knoll-Produkte: „Es sind Designs für einen modernen Lebensstil – und das Ergebnis einer leidenschaftlichen Hingabe an detailorientierte Handwerkskunst“, so das Unternehmen. Auch klassische italienische Marken setzen auf diese Rückbesinnung. In der Cassina-Sonderedition SimonCollezione beispielsweise verschmelzen die Hightech-Versionen mit Handarbeit. Was vor ein paar Jahren noch grün und nachhaltig war, ist jetzt die neue Handwerkskunst light. Marianne Goebl, CEO bei Artek in Helsinki, freut sich: „Die junge Generation versucht, die Entfremdung durch die Globalisierung zu überwinden und eine Rückbesinnung auf die sich so gut anfühlenden Dinge aus der Hand eines Meisters. Diese Designer sorgen sich darum, mit erfahrenen Handwerkern zusammenzuarbeiten. Sie versuchen damit, traditionelle Fertigkeiten und Materialien ins Heute zu bringen.“ Mit der Rückbesinnung auf Manufakturproduktion verändert sich auch das Verhältnis der Verbraucher zu ihrer Einrichtung. Miriam Kleyer vom schwedischen Möbelhersteller Gärsnäs ist überzeugt: „Immer mehr Kunden wollen genau wissen, woher die benutzten Materialien kommen und wie sorgfältig sie verarbeitet werden. Unsere Kunden reisen sogar zu uns in den hohen Norden, nur um bei einer Werksbesichtigung den Schreinern über die Schulter schauen zu können.“


Die ganze Geschichte über die Renaissance der Manufakturen lesen Sie im aktuellen Wim Gelhard-Magazin.

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